Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Maria zu Weißdorf

Jahreslosung 2020: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!(Markus 9,24)

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    Von Lebensglück und ewigem Leben
    Pfarrerin Herma Teschke

    Macht uns das, was wir haben, glücklich?
    Macht uns das, was wir tun, glücklich?
    Macht uns das, was uns innerlich berührt, glücklich?

    Die Evangelien machen uns mit Menschen bekannt, die durch die Begegnung mit Jesus glücklich wurden, so z.B. Zachäus, der Zöllner oder Bartimäus, der blinde Bettler, der geheilt wurde. Durch die Begegnung mit Jesus haben diese Menschen ihr bisheriges Leben überdacht und wurden verwandelt.

    Es sind Menschen, die fanden, was sie lange gesucht hatten, glücklich wurden und dann auch andere zur Begegnung mit Jesus einluden.

     Doch für manchen war Jesus auch ein Stein des Anstoßes, so z.B. für einen reichen jungen Mann auf der Suche nach seinem Lebensglück. Er fragt Jesus zwar nicht direkt nach dem Glück, sondern wie er das ewige Leben erlangen könne.

    Wer von uns würde heute solch eine Frage stellen? Vielleicht fragen wir an dunklen Wintertagen allgemeiner:  „Was kommt eigentlich nach dem Tod?“

    Doch was meint „ewiges Leben“?

    Kann man „ewiges Leben“ mit „Glück“ gleichsetzen?

    Ja -, ist doch das ewige Leben nicht allein das Leben, das wir als Christen nach unserem Tod erwarten dürfen. Das ewige Leben ist immer schon der erfüllte Augenblick im Hier und Jetzt.

    Das ewige Leben bricht immer schon dann an, wenn wir die Liebe Gottes in Ereignissen, Erfahrungen und Begegnungen hindurch- und aufscheinen sehen können. Es sind Momente, die sich als besonders gute Momente unauslöschlich in Gedächtnis und Herz eingravieren.

     Der reiche junge Mann (Markus 10, 17 – 27) weiß den Weg zu einem grundsätzlich glücklich zu nennenden Leben. Er kennt die Weisungen, die bewusst achen, dass sich unser Leben nicht unserem eigenmächtigen Tun verdankt, sondern der Liebe unseres Schöpfers.

    Und es sind dieselben Weisungen Gottes, die Zehn Gebote, die auch gelingenden mitmenschlichen Beziehungen zugrunde liegen.

    Und doch können wir uns manchmal bemühen wie wir wollen. Wir können versuchen, allen mit Achtung zu begegnen, niemandem zu schaden – und trotzdem sind wir nicht glücklich.

    Woran liegt das?

    Resignation muss sich im Gesicht des Mannes gezeigt haben. Plötzlich sieht Jesus den traurigen inneren Menschen hinter dem Frager und „gewinnt ihn lieb“.

    Es kommt zur Entscheidungssituation, in der sich das Glück für den reichen jungen Mann entzünden könnte. Jesus ruft ihn, sich ihm anzuschließen. Doch dafür wäre notwendig, dass dieser alles hergibt, was er hat, dass er Jesus gänzlich vertraut und alle Absicherungen fallen lässt. Der junge Mann schafft es nicht.

    Er hat viele Güter. Unglücklich zieht er von dannen.  

    Worum geht es hier?

    Es ist nicht grundsätzlich verwerflich, wenn Menschen abgesichert leben.
    Und es ist auch nicht der Reichtum an sich, den Jesus hinterfragt und kritisiert.
    Aber echtes Glück liegt tiefer!

    Glück liegt in dem, wovon unser Herz erfüllt wird. Oder wie Luther einmal sagt:

    „Woran du Dein Herz hängst, das ist eigentlich Dein Gott.“

    Woran hängt also Dein Herz?
    Was ist Dir so wichtig, dass Du es um nichts in der Welt aufgeben willst?

    Jesus fordert zur Entscheidung auf.

    Wer Jesus hat, der hat das Wesentliche und damit Lebensglück.

    Oder andersherum: Alles, was wir festhalten, hält auch uns fest, bindet uns, macht uns abhängig von Dingen, Besitz, Menschen und Gefühlen, die wir nicht loslassen können. Wir bewahren allzu ängstlich, was wir haben und sind nicht frei für das, was uns in diesem Moment, im Hier und Jetzt, begegnen will.  

    2019-4 Nachgedacht

    Und im Hier und Jetzt begegnet uns eben immer wieder auch die so tiefgreifende lebensglückentscheidende Einladung Jesu: Vertraust Du Dich mir an?

     

    Wenn Jesus bei nächster Gelegenheit wieder einmal an unsere Lebenstür pocht, wünsche ich uns, dass wir mutig-vertrauensvoll mit „Herein“ antworten können. Denn Christus will uns beseelt glücklich machen. 

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